Logopädie bei M. Parkinson

Die Parkinsonerkrankung ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Im Laufe der Erkrankung verändern sich die motorischen Fähigkeiten durch die Verlangsamung der Bewegungsabläufe, erhöhten Muskeltonus und eingeschränkten Bewegungsumfang. Diese Veränderungen zeigen sich auch in der Sprech- und Schluckmuskulatur. Vor allem die Mimikarmut und die zu leise Stimme können für die alltägliche Kommunikation zu einer großen Einschränkung werden.

Inhalte der logopädischen Therapie und Beratung

Sprechtherapie – Übungen für die Beweglichkeit von
– Gesicht
– Lippen
– Zunge
– Kehlkopf

Stimmtherapie – Übungen zur Verbesserung von
– Atmung
– Stimme
– Artikulation

Schlucktherapie
– Ernährungsberatung
– Schlucktraining
– Maßnahmen zur Sicherung der oralen Ernährung

Angehörigenarbeit
– Gespräche zur Krankheitsbewältigung
– Logopädie wird als Heilmittel von Neurologen verordnet.

 

Logopädie als Heilmittel auf ärztliche Anordnung

Wenn die Logopädie als Heilmittel von Ihrem Arzt bzw. Neurologen verordnet wird,  übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Die Therapie findet in der Regel in Einzelsitzungen à 45 oder 60 Minuten statt. Es kann aber auch Gruppentherapie verordnet werden.

Erfahrungen haben gezeigt, dass es günstig ist, möglichst frühzeitig mit der logopädischen Behandlung zu beginnen und in Intervallen, d.h. in Therapieblöcken zu arbeiten. Wenn Sie oder Ihr behandelnder Neurologe sich unsicher sind, ob bereits eine Indikation zur logopädischen Behandlung besteht, kann dies in einer logopädischen Befunderhebung (Kurzverordnung 3 x 45 Minuten) geklärt werden. Lesen Sie mehr zur Indikation…

Wenn Sie sich für die Intensiv-Therapie LSVT® entscheiden, muß auf der Verordnung die Angabe „3-4 wöchentlich à 60 Minuten“ stehen. Hier erfahren Sie mehr zur LSVT® Therapie